Winkekatzen als Kunstwerk

03.08.2018 von LuckyCat

Winkekatzen bringen meist vor allem einer einzelnen Person Glück. Doch wer sagt eigentlich, dass ihr Einsatzgebiet auf das eigene Heim oder den Laden beschränkt sind? Warum sollten sie nicht auch im Bereich der Kunst Anwendung finden? Mit ihrem prächtigen Aussehen sind die Winkekatzen natürlich schon jede für sich ein kleines Kunstwerk. Doch wenn man mehrere von ihnen vereint, lassen sich damit noch ganz andere Botschaften treffen. Genau das tut der Künstler Marc Fromm. Mit seinen Winkekatzen-Installationen will er gleich einer ganzen Glück bescheren und sie mit seiner Kunst erfreuen oder zum Nachdenken anregen.

Letzteres erreicht er vor allem mit seiner Installation „Lampedusa – Good Luck“. Diese zeigt zwei Boote, die voll mit Winkekatzen besetzt sind und die zum Teil sogar übereinander gestapelt sind. Sie fahren auf einem blauen Förderband, das das Meer repräsentieren soll. Damit spielte der Künstler 2015 auf die aktuelle Flüchtlingssituation an, wofür ihm auch der Kunstpreis Sachsen-Anhalt verliehen wurde.

Noch berühmter dürfte jedoch sein „Winkekatzen-Laufband“ sein. Diese Installation zeigt zehn Winkekatzen auf einem Laufband, das sich um sich selbst dreht. Besonders deutlich wird dies auch im englischen Kunstwerktitel „Diving Platform“, der verdeutlicht, dass einige der Winkekatzen auch auf dem Kopf hängen, ehe das Band sie wieder nach oben bringt. Dieses Laufband ohne Ende wird als Symbol für das ewige Streben, das ebenfalls nie an einem Ende ankommt, gedeutet.

Doch scheinbar kam das Kunstwerk in Halle nicht bei allen gut an. Zuletzt wurde es 2017 von beschädigt, wobei die vier der Winkekatzen abgeschlagen und an einem anderen Ort in der Stadt weggeworfen wurden. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits 2015, wonach die Installation wieder neu aufgebaut werden musste. Die Beweggründe der Vandalen sind unklar. Gefällt ihnen die Botschaft der Installation nicht? Wünschen sie sich und ihren Mitmenschen kein Glück?

Beim Großteil der Bevölkerung in Halle stießen die Taten auf Ärger und Empörung, was sie in Nachrichten an die Kunststiftung in Halle zum Ausdruck brachten. Dank tatkräftiger Unterstützung konnte das Kunstwerk in beiden Fällen wieder aufgebaut werden und vermittelt damit noch eine ganz andere Botschaft: Wahres Glück lässt sich nicht so einfach zerstören!

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