Japanese Bobtail: Vorbild der Winkekatze

Maneki-nekos erkennt man nicht nur am winkenden Arm, sondern auch an ihrem speziellen Aussehen. Wo hat dieses Aussehen aber seinen Ursprung? Da Maneki-nekos vor allem in Japan, China, Taiwan und Thailand beliebt sind, ist es nicht verwunderlich, dass eine asiatische Katzenrasse das Vorbild der Winkekatzen ist.

Konkret ist ihr Aussehen der japanischen Rasse Japanese Bobtail nachempfunden. Im Japanischen sind die Katzen als Kazoku-neko bekannt. Dieser Name bedeutet übersetzt „Familienkatze“ und passt gut zum freundlichen Charakter der Japanese Bobtail. Sie verstehen sich gut mit ihren Artgenossen, sind aber auch menschenbezogen und integrieren sich gut in die Familie. Dieser Aspekt lässt sich auf die Winkekatze übertragen, denn im privaten Bereich soll die Maneki-neko der ganzen Familie Geld und Wohlstand bringen.

Die Japanese Bobtail ist eine mittelgroße Kurzhaarkatze, die ein Gewicht zwischen zwei und fünf Kilogramm erreicht. Sie hat einen hoppelnden Gang, der an ein Kaninchen erinnert. Ihre Fellfarbe kann verschiedene Farbausprägungen haben, möglich sind auch zwei oder drei verschiedene Fellfarben.

Die dreifarbige Zuchtform ist besonders hochgeschätzt und wird Mike-Neko (übersetzt: Drei-Fell-Katze) genannt. Bereits diese Betitelung erinnert sehr an den japanischen Namen der Winkekatze, Maneki-neko. Weiterhin passt auch die Dreifarbigkeit gut zu den Winkekatzen, denn auch Maneki-nekos zeichnen sich durch ihre vielen Farben aus.

Ein prägnantes Merkmal der Japanese Bobtail sind die markanten und aufrechtstehenden Ohren. Am auffälligsten ist jedoch ihr kurzer Stummelschwanz. Beides sind auch Merkmale der Winkekatze, die als Glücksbringer gilt. Allgemein gelten alle Katzen mit Stummelschwänzen in den asiatischen Ländern als Glücksbringer.

Sowie sich um die Maneki-neko zahlreiche Mythen ranken, gibt es auch zur Entstehung der Japanese Bobtail eine Legende. Angeblich fing eine Katze mit ihrem Schwanz Feuer und lief daraufhin panisch durch die Stadt. Sie setzte zahlreiche Häuser in Flammen und sorgte für großes Unglück. Daraufhin gab es eine kaiserliche Anordnung, dass die Schwänze aller Katzen entfernt werden sollten.

Dass die Legende eher fragwürdig ist, liegt auf der Hand. Wahrscheinlicher ist, dass die Katzen mit dem Stummelschwanz gezielt gezüchtet wurden, erwähnt werden sie etwa ab dem 17. Jahrhundert. Angeblich sollen sie jedoch bereits vor 1000 Jahren in China gelebt haben. Ob der kurze Schwanz also allein durch Zucht entstanden ist, bleibt unklar.

Klar ist jedoch, dass sie das Vorbild der Maneki-neko sind und wir ihnen das einzigartige Aussehen der Winkekatzen zu verdanken haben. Doch nicht nur das. Die Japanese Bobtail war auch das Vorbild für die Hello Kitty Katze oder das Pokémon Mauzi. All das macht deutlich, wie groß die Bedeutung der Stummelschwanz-Katzen in der asiatischen Kultur ist. Das gleiche gilt für die Maneki-neko.

Mit welchem Arm winkt die Katze?

Für viele Leute gleicht eine Winkekatze der anderen. Manche achten vielleicht noch auf die Farbe, aber kaum einer darauf, mit welchem Arm die Maneki-neko winkt. Dabei steckt dahinter eine tiefere Bedeutung. Winkt die Katze mit der linken Pfote, lockt das die Kundschaft ins Geschäft. Bewegt sie den rechten Arm, bringt sie Geld und Wohlstand.

Die Winkekatzen lassen sich so anhand des Winkearms dem geschäftlichen oder privaten Bereich zuordnen. Weitaus verbreiteter sind dabei die Katzen mit einer linken Winkepfote. Heute sind sie längst nicht mehr nur in Asia-Shops zu finden, sondern stehen auch im Schaufenster zahlreicher anderer Geschäfteaus und begrüßen dort die Kundschaft. Durch ihr auffälliges Aussehen sollen sie die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen und sie durch das Winken einladen, in den Laden zu kommen.

Interessant ist auch, dass die Innenfläche der Pfote nach vorne gerichtet ist. Hier in Deutschland ist dies ein Zeichen der Verabschiedung, dabei soll die Katze die Kunden doch willkommen heißen. Hier macht sich also besonders stark der asiatische Ursprung der Maneki-neko bemerkbar, denn dort gilt genau diese Geste als Begrüßung.

Vereinzelt lassen sich auch Modelle finden, bei denen die Katze mit beiden Armen winkt. Dies wird von den meisten Leuten jedoch als übertrieben oder gar aggressiv gewertet. Wir empfehlen daher, lieber verschiedene Winkekatzen zu kaufen, um alle Lebensbereiche abzudecken. In jedem Fall gilt: je höher die Katze ihren Arm hebt, desto stärker ist ihre Wirkung.

Weiterhin geben auch die Farbe der Maneki-neko und ganz besonders die Farbe ihres Halsbandes Aufschluss darüber, auf welche Lebensaspekte sie Auswirkungen hat. Auf dem Halsband ist häufig auch ein Spruch eingraviert, der zeigt, welchen Wunsch die Katze ihrem Besitzer erfüllen soll.

Winkekatze ist also definitiv nicht gleich Winkekatze und sogar hinter der Geste des Winkens versteckt sich eine weitere Bedeutung.

Maneki-neko: Zwischen Kult und Kitsch

Winkekatze Popup Karte Sie sind bunt, schrill und wirklich originell. Die Rede ist von den Winkekatzen oder winkenden Katzen, die in Japan Maneki-neko genannt werden. Aber was steckt eigentlich hinter der kitschigen Figur, welche Bedeutung hat sie und warum ist eine winkende Katze weltweit so beliebt?

Eindeutig mehr als nur ein Dekostück

Klar, im asiatischen Raum findet man die Maneki-neko an fast jeder Ecke. Die aufrecht sitzende Katze ist weitaus mehr als nur ein Dekostück. In Japan, China, Thailand oder Taiwan ist die Winkekatze ganz besonders beliebt. Dort steht sie in den Eingängen von Läden und Einkaufspassagen, vor Restaurants, Lotterien und selbst vor Bordellen. Denn sie hat eine ganz wichtige Aufgabe: Die Katzenfigur soll Glück bringen und im Umkehrschluss Unglück fernhalten. Außerdem sollen potentielle Kunden durch die freundlich winkende Katze eingeladen werden – auch wenn viele die Geste schon irrtümlicherweise als Verabschiedung gedeutet haben. Grundsätzlich gilt: Winken die Maneki-neko mit der linken Pfote, soll das Kunden anlocken. Bewegen sie dagegen die Rechte, sorgt das angeblich für Wohlstand.

Aber nicht nur für die öffentliche Repräsentation, sondern ebenso für den privaten Zweck wird die Maneki-neko aufgestellt. Denn auch in den eigenen vier Wänden soll sie Wohlstand bescheren und für reichlich Glück sorgen.

Warum sie so aussieht, wie sie aussieht

Warum die Maneki-neko heute so aussieht, wie sie aussieht, liegt an der Katzenrasse Japanese Bobtail, die als Vorbild für die Figur gilt. Gleichermaßen wie das tierische Original hat auch die Winkekatze häufig drei Farben, ist stummelschwänzig und hat typischerweise aufrechtstehende Ohren. In der Regel tragen die Winkekatzen ein Halsband, meistens ist es ein rotes. Mittig des Halsbandes befindet sich eine zierliche goldene Glocke. Was genau die Winkekatze als Glückbringer herbeiführen sollen, ist meist auf dem Halsband oder der Glocke eingraviert.

Aus welchem Material bestehen Winkekatzen?

Während die kultige Winkekatze früher ausschließlich aus Keramik hergestellt wurde, besteht sie mittlerweile vor allem aus Kunststoff. Grundsätzlich gibt es aber sehr viele Modelle, die sich im Hinblick auf den Preis und die Qualität stark voneinander unterscheiden. Beispielsweise gibt es die Winkekatze noch in Porzellan oder Ton.

Wie groß sind Winkekatzen?

Die Winkekatzen gibt es in den unterschiedlichsten Designs, Farben und Größen. Im Grunde gibt es kleinere Winkekatzen, die zwischen 9 und 20 cm groß sind, und größere Modelle zwischen 20 und 50 cm.

Welche Farbe hat welche Bedeutung?

Abgesehen von der Funktion des Glücksbringers, ist die Winkekatze für viele Menschen einfach nur rein dekorativ, bringt einen asiatischen Flair in das heimische Wohnzimmer und wird allein durch das auffällige Design schon zum Hingucker. Die unterschiedlichen Farben der Winkekatzen erfüllen allerdings nicht nur einen dekorativen Zweck, sondern haben eine tiefere Bedeutung. So soll die schwarze Winkekatze beispielsweise böse Dämonen verscheuchen. Eine weiße Winkekatze hingegen symbolisiert Reinheit und zieht das Gute an. Die goldene Maneki-neko soll bekanntlich Reichtum anziehen und die rote Farbe bringt Glück und vertreibt Unglück. Eine dreifarbige Winkekatze soll ganz besonders viel Glück bringen, während durch die Farbe grün für Gesundheit und Erfolg sorgen soll. Häufig findet man die kultige Winkekatze auch in der Farbe blau, die Träume erfüllen soll. Eine rosafarbene Winkekatze hat eine völlig andere Bedeutung und steht für Romantik und Liebe. Im Artikel zu Formen und Farben der Winkekatze haben wir das alles auch noch einmal grafisch aufbereitet.

Ziemlich verrückt, oder?

Die Winkekatze gibt es nicht nur aus Keramik, Porzellan oder Kunststoff. Nein, sie existiert sogar auf der nackten Haut und auf Klamotten. Denn: Winkekatzen gibt es als Tattoos, werden auf T-Shirts gedruckt und sind beliebte Motive für Kaffeebecher, Geldbörsen oder Anhängern. Und das ist noch längst nicht alles. Mittlerweile gibt es sogar Ringe, Stempel, Taschen, PopUp Karten und Kurzgeschichten mit Winkekatzen. Wer also ein echter Fan des Motivs ist, findet reichlich Material im Internet. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Zu Halloween/Karneval als Winkekatze gehen? Das geht!

Halloween rückt immer näher. Wie wäre es einmal mit einem ausgefallenen Kostüm? Die Winkekatze macht auch hier eine tolle Figur.

Halloweenkostüme

Halloween setzt sich als Trend mehr und mehr durch und fast überall gibt es extra Halloween-Partys oder Feiern im privaten Rahmen. Das verkleiden gehört dazu. Dabei müssen das nicht immer gruselige Kostüme sein, Hauptsache ist, dass man sich verkleidet. Dem Ideenreichtum sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt, maximal das eigene Bastelgeschick kann einem ein Schnippchen schlagen. Aber für die verschiedenen Geschicklichkeitsgrade gibt es verschiedene Kostümideen, ganz im Winkekatzen-Stil.

Winkekatzenkostüm für Anfänger

Wer beim Basteln oder Nähen nicht so geschickt oder erfahren ist, kann sich sein eigenes Winkekatzenkostüm ganz einfach zusammenstellen. Dazu kann man sich eine Winkekatze als Vorbild nehmen und sie kopieren. Beispielsweise kann man sich aus einer schwarzen Leggins, einem schwarzen langärmeligen Shirt und einem roten Schal schon einmal das Grundgerüst basteln. Dazu noch goldene Fingernägel, wer offene Schuhe trägt, natürlich auch goldene Fußnägel. Wahlweise kann man die Münze mit Goldfarbe auf das schwarze T-Shirt malen oder man bastelt einen Anhänger aus Pappe, den man an das Halsband (also in diesem Fall den Schal) hängt. Dazu noch ein Haarreif mit Katzenohren (den kann man fertig kaufen oder bastelt ihn mit etwas Stoff, Füllmaterial und einer Heißklebepistole einfach selber) und natürlich ein paar aufgemalte Schnurrhaare. Schon ist das Winkekatzenkostüm fertig.

Winkekatzenkostüm für Fortgeschrittene

Winkekatze zum selbermachen Wer sich im Basteln und Nähen bewandert fühlt, dem sind bei der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Als „Grundgerüst“ kann man einen großen, schlabberigen Kapuzenpulli nehmen (der sollte bis zum Knie gehen) und diesen Unten raffen und mit Füllmaterial füllen, sodass eine pummelige Winkekatze entsteht. Dabei sollte man aufpassen, Winkekatze zum selbermachen zwei dass das Füllmaterial nicht herausrutscht, bzw. eine Lage Stoff einarbeiten, die das Material hält. Aus Fausthandschuhen kann man sich dann Tatzen formen. Dazu Krallen aus Stoff ausschneiden (ggf. einfärben) und außen auf die Handschuhe nähen oder kleben. Die Kette und der Anhänger können wie im Kostüm für Anfänger aus einem Schal und einem Pappschild gebastelt, oder direkt auf das Kostüm gemalt werden. Auf die Kapuze werden drei Stücke Stoff geklebt, die so die Augen der Katze darstellen (einen schwarzen als Grundform, darauf einen gelben oder grünen, je nach Augenfarbe, plus einen weiteren schwarzen als Pupille). Für mehr Glanz sorgt ein kleiner weißer Winkekatze zum selbermachen drei Punkt auf der Pupille. Dazu noch zwei Dreiecke mit etwas Füllmaterial als Ohren annähen. Für die Füße kann man sich Stulpen basteln, die man über die Schuhe zieht. Dazu ein Stück Stoff zusammennähen und raffen, sodass man es über die Beine ziehen kann. Am Ende eine weitere, sichelförmige Lage Stoff anbringen, die die Pfote darstellt und waagerecht auf dem Fuß ist. Die beiden Stücke vernähen und Krallen auf die Pfoten aufnähen oder -malen. Am Besten schminkt man sich das Winkekatze zum selbermachen zweikomplette Gesicht in der Farbe des Katzenkostüms und malt sich Schnurrhaare und eine rosa Katzennase. Wenn man sich die Kapuze in das Gesicht zieht, hat man die typischen Katzenaugen.

Natürlich variiert der Detailreichtum der Kostüme mit dem handwerklichen Geschick eines jeden Bastlers. Aber auch für nicht so begabte Hände ist die Idee eines Winkekatzenkostüms ideal: Man kann jedes fertige Katzenkostüm mit ein paar Accessoires im Handumdrehen in ein originelles Winkekatzenkostüm verwandeln. Und das ganz ohne Heißklebepistole. Aber nicht vergessen: Immer schön winken!

Winkende Katze

Die winkende Katze ist im asiatischen Raum ein sehr verbreiteter und beliebter Glücksbringer. Dem Besitzer soll die winkende Katze Glück und Wohlstand bereiten und daher findet die Katze in vielen Ladengeschäften oder Wohnungen ihren Platz.

Formen, Farben und Materialien der Winkekatze
Die winkende Katze wird in vielen verschiedenen Maneki Neko Formen und Farben angeboten, so ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch existieren die winkenden Katzen in zahlreichen Materialien, so erhalten Sie die Katzen in Keramik, Ton, Porzellan oder Kunststoff. Die üblichste Form ist die Katze mit einem linkenden winkenden Arm. Durch die hohe Verbreitung in den asiatischen Ländern findet die winkende Katze immer mehr Einzug auch in europäischen Ländern und ist daher auch oft in deutschen Haushalten zu finden. Die Katze können Sie meistens in asiatischen Läden finden, jedoch können Sie diese natürlich auch über das Internet beziehen.

Die Bedeutung der winkenden Glückskatze
Viele Menschen deuten das Winken als eine verabschiedende Geste, jedoch bedeutet das Winken der Winkekatze genau das Gegenteil nämlich das Heranwinken eines Menschen. So soll der winkende Arm in Geschäften die Kunden in den Laden winken und zum Kauf annimieren. Der erhobene Arm soll hingegen Reichtum, Wohlstand und für viel Glück sorgen.

Farben der Maneki Neko
Aber auch die Farbe der winkenden Katze hat verschiedene Bedeutungen. Eine rote Katze steht meistens für Glück in der Liebe, die weiße für die Reinheit und die schwarze Katze schützt den Besitzer vor bösen Dieben. Zusätzlich tragen die meisten Katzen ein Tuch, eine Münze oder Halsband, dies soll als schöne Dekoration dienen.

Japans größtes Winkekatzen Museum

Mitten auf der japanischen Insel kann man im Manekineko-Museum über 1000 Winkekatzen bestaunen und erhält einen Einblick in die Geschichte des kleinen spitzohrigen Glücksgottes.

China designSeto-shi (oder einfach „Seto“) ist eine kleine Stadt in Japan, die sich vor allem durch zwei uralte asiatische Traditionen auszeichnet, die untrennbar miteinander verbunden sind: Töpferei und Manekineko. Genau in der Mitte zwischen Osaka und Tokio wohnen die 130.000 Einwohner von Seto, in der Präfektur Aichi auf Honshu, der Hauptinsel Japans. Das ist leider mehr als nur einen (Winke)Katzensprung entfernt, doch wer auf Rundreise in Asien ist und sich einen echten Winkekatzenfan nennt, der sollte unbedingt im Manekineko-Museum vorbeischauen.

Das Winkekatzen Museum ist das größte seiner Art in ganz Japan und beherbergt ständig eine Ausstellung mit tausenden Winkekatzen in allen Farben und Formen. Vor Ort kann man nicht nur verschiedenste Keramikwerke bestaunen und frisch gebrühten japanischen Entspannungstee in passendem Winkekatzengeschirr zu sich nehmen, sondern auch direkt beim Bemalvorgang den Künstlern über die Schulter schauen. Denn ohne die geübten Pinselstriche würden die Winkekatzen niemals derart zum Leben erweckt werden und uns Glück bescheren.

In den Räumlichkeiten steht vor allem die private Kollektion des Katzenliebhaber-Ehepaares Kanji Bando und Chihiro Arakawa, die 2005 diesen besonderen Ort gewählt haben, da Seto bereits seit den Neunzigerjahren ein regelmäßiges Winkekatzen Glücksfestival ausrichtet und seit jeher eine der wichtigsten Produktionsstätten der beliebten Figuren ist.

Das Museum hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Ausser Dienstags), der Eintritt kostet 300 ¥ (also etwas über 2 Euro).

Sci-Fi Kurzgeschichte „Maneki Neko“

Sterling Winkekatze Der US-amerikanische Schriftsteller Bruce Sterling hat sich in seiner Kurzgeschichte die Winkekatze als glückbringendes Leitmotiv ausgesucht.

Sterling gilt als Mitbegründer des Cyberpunk, jener düsteren Stilrichtung des Science-Fiction-Genres, in dem große Konzerne statt Regierungen die Staaten beherrschen, in der Mensch und Maschine mehr und mehr miteinander verbunden sind. In den Neunzigerjahren schuf der Hugo-Award-Gewinner die Kurzgeschichtensammlung „A Good Old-Fashioned Future“. Die erste Geschichte betitelt der Schriftsteller vielsagend mit „Manaki Neko“, dem japanischen Begriff für Winkekatze! Sie ist komplett in englischer Sprache beim lightspeedmagazine nachzulesen.

Er beschreibt eine Zukunftsversion Tokyos, in der das sogenannte „Netzwerk“, eine vermutlich von Computerprogrammen geführte omnipräsente und geheime Organisation, das Leben der Menschen gravierend durch eine Art Schenkökonomie bestimmt. Jedes Mitglied trägt permanent das „Pokkecon“ mit sich herum: ein weiterentwickeltes Smartphone, das sogar Simultandolmetschen erlaubt. Dieser portable Computer meldet sich von Zeit zu Zeit beim Benutzer mit leichten Aufgaben wie dem Transport und der Weitergabe von kleinen Gegenständen. Solange man die Aufträge erfüllt, bleibt man selbst Teil des Systems, der „Kultur des Schenkens“ und erhält ebenfalls Gegenleistungen wie Essenspakete oder den Tipp für eine preiswerte Wohnung. Zur Wiedererkennung benutzen die Mitglieder – was könnte sich auch besser eignen? – speziell einstudierte Handgesten der Winkekatze, dem Symbol für Glück und Geschenk.

Der Protagonist Tsuyoshi Shimizu, der seine schwangere Ehefrau durchs „Netzwerk“ gefunden hat, erhält in „Maneki Neko“ den scheinbar simplen Auftrag, eine Keramik Winkekatze zu überbringen. Doch die Empfängerin entpuppt sich als Cyber-Polizistin, die ihn (als Teil des Netzwerks) bezichtigt, ein Gangster und Steuerbetrüger zu sein durch seine Beteiligung am florierenden, jedoch illegalen System der Geschenk-Transaktionen, das jegliche staatliche Reglementierungen umgeht. Selbst in Handschellen vertraut Tsuyoshi noch auf das Netzwerk: „Womöglich ist meine Wirtschaft besser als ihre Wirtschaft. Weil wir einfach glücklicher sind.“ Was könnte daran falsch sein?

Legende der Maneki Neko bei Must Love Cats

John Fulton, Gastgeber der Show “Must Love Cats” auf Animal Planet, besucht Tokio um der Legende der Winkekatze auf den Grund zu gehen.

Dabei stolpert er über kleine und große Winkekatzen, günstige und teure und besucht einen Tempel, um etwas über den Ursprung der Maneki Neko zu erfahren.

The legend of Maneki Neko bei Must Love Cats | Animal Planet

Interessant, daß sich Fulton die Geschichte der alten Frau, die vor Armut ihre Katze verkaufen musste, um dann Katzen aus Ton herzustellen, diese zu veräußern und auf diese Weise reich zu werden, als Ursprung der Maneki Neko erzählen lässt.

Diese Legende ist von den drei bestehenden die Unbekannteste. Denn neben der Alte-Frau-Variante existiert noch die Legende von der Kurtisane Usugumo sowie die – mit Abstand Bekannteste – um den Gotokuji Tempel in Setagaya in Edeo und dem Fürst von Hikone, Li Naotaka.

Der Fürsten-Geschichte haben wir einen eigenen Artikel zur Legende der Maneki Neko und dem Gotokuji Tempel gewidmet. Alle drei Legenden sind im Post Ursprung und Legenden der Winkekatze zusammengefasst.

Maneki Neko Winkekatze Videoschau

Wir haben die skurrilsten Videos mit der Winkekatze zusammengesucht und präsentieren sie in einer Videoschau.

Die Maneki Neko wird zunehmend mehr im europäischen Raum assimiliert. Ganze Heerscharen an Videokünstlern machen sich an der Winkekatze zu schaffen, um ihr den künstlerischen Rahmen zu schaffen, der ihr qua Herkunft gebührt.

René Marik, Kasperpop, Maulwurfn und die Winkekatze Während René Marik in seinem Puppentheater “Kasperpop” die Winkekatze mit dem ewig leidenden Maulwurfn zusammentreffen lässt, ist das zugehörige Video als reiner Live-Mitschnitt noch nicht als Kunst im engeren Sinne zu begreifen.

Dann schon eher Glück für alle: das 2 Minuten Video der Maneki Neko von Cravenus auf YouTube. Oder zehn Sekunden des Glücks mit einem Maneki Neko ^-^ Videoschnipsel von pikkuDE. Man sieht eine Reihe Winkekatze in einer Ladenzeile. Ob das eher Unkunst ist?

Hier für Auto-Fans eine Hundertschaft Maneki Nekos mit irgendwie skurrilen Hintergrundgeräuschen wie am Nürburg-Ring. Und wo wir schon bei skurril sind: So ein Winkekatze-Flipper Maneki Neko Pin Ball wie aus dem Kattenkabinett in Amsterdam ist schon etwas besonderes. Skurril ist auch die Menge an Maneki Nekos aus der Sammlung von Diane Flint. Hier ist eine kurze Diane Flint Maneki Neko Reportage als Teil der Sendung “Cats 101” (Animal Planet).

Immer noch großartig: Der Eveready Maneki Neko Werbefilm des amerikanischen Batterie- und Taschenlampenherstellers Eveready. Zum Selberbasteln ganz im Stile der japanischen Origami-Kunst bietet Daily Origami gleich zwei Video-Anleitungen zum Falten einer Maneki Neko an. Nummer 219 – Shogatsu – Maneki Neko ist, vom Ergebnis her bewertet, eher als warm-up zu verstehen. Die Nummer 220 – Shogatsu – Maneki Neko with Coin Teil 1 und Teil 2 hat’s dann aber in sich und ist definitiv nur für fortgeschrittene (Maneki Neko) Origami Falter geeignet.

Noch kurz die Welt mit der Winkekatze retten

Tim Bendzkos Song “Nur noch kurz die Welt retten” wird derzeit permanent über den Äther geschickt. Wir haben die Winkekatze im dazugehörigen Video entdeckt!

Der aufmerksame Betrachter des YouTube Video-Clips zu Nur noch kurz die Welt retten wird bei 0min und 54sek einen kurzen Blick auf eine goldene Winkekatze erhaschen.

Winkekatze bei Tim Bendzko

Wenn man ganz genau hinschaut, ist am Fuß der Maneki Neko die Oberkante eines Solar Panels zu sehen. Also eine Solar-Winkekatze. Solarbetrieb ist etwas, das eigentlich so gar nicht zum fernöstlichen Charme der Lucky Cats passen will. Aber in Zeiten von Bio, Eco und Öko kann man so eine Winkekatze auch nicht guten Gewissens mit einer herkömmlichen Batterie betreiben. Wir würden es nicht beschwören, aber die Macher des Solar Winkekatze Musikvideos könnten die Winkekatze tatsächlich bei Amazon gekauft haben.

Da gibt es eine – zumindest täuschend ähnlich – aussehende Maneki Neko mit Solarbetrieb. Das Bild zeigt die Solar-Winkekatze bei Amazon von schräg oben während sie im Video (und dem großen Bild oben) von schräg unten zu sehen ist. Wie gesagt, kein Eid darauf, aber wenn man ein paar Mal hin- und herschaut, dann ist es doch ziemlich sicher die Winkekatze, die Tim Bendzko bei der Rettung der Welt unter die Arme greift.