Maneki-neko: Zwischen Kult und Kitsch

7. November 2016 von LuckyCat

Winkekatze Popup Karte Sie sind bunt, schrill und wirklich originell. Die Rede ist von den Winkekatzen oder winkenden Katzen, die in Japan Maneki-neko genannt werden. Aber was steckt eigentlich hinter der kitschigen Figur, welche Bedeutung hat sie und warum ist eine winkende Katze weltweit so beliebt?

Eindeutig mehr als nur ein Dekostück

Klar, im asiatischen Raum findet man die Maneki-neko an fast jeder Ecke. Die aufrecht sitzende Katze ist weitaus mehr als nur ein Dekostück. In Japan, China, Thailand oder Taiwan ist die Winkekatze ganz besonders beliebt. Dort steht sie in den Eingängen von Läden und Einkaufspassagen, vor Restaurants, Lotterien und selbst vor Bordellen. Denn sie hat eine ganz wichtige Aufgabe: Die Katzenfigur soll Glück bringen und im Umkehrschluss Unglück fernhalten. Außerdem sollen potentielle Kunden durch die freundlich winkende Katze eingeladen werden – auch wenn viele die Geste schon irrtümlicherweise als Verabschiedung gedeutet haben. Grundsätzlich gilt: Winken die Maneki-neko mit der linken Pfote, soll das Kunden anlocken. Bewegen sie dagegen die Rechte, sorgt das angeblich für Wohlstand.

Aber nicht nur für die öffentliche Repräsentation, sondern ebenso für den privaten Zweck wird die Maneki-neko aufgestellt. Denn auch in den eigenen vier Wänden soll sie Wohlstand bescheren und für reichlich Glück sorgen.

Warum sie so aussieht, wie sie aussieht

Warum die Maneki-neko heute so aussieht, wie sie aussieht, liegt an der Katzenrasse Japanese Bobtail, die als Vorbild für die Figur gilt. Gleichermaßen wie das tierische Original hat auch die Winkekatze häufig drei Farben, ist stummelschwänzig und hat typischerweise aufrechtstehende Ohren. In der Regel tragen die Winkekatzen ein Halsband, meistens ist es ein rotes. Mittig des Halsbandes befindet sich eine zierliche goldene Glocke. Was genau die Winkekatze als Glückbringer herbeiführen sollen, ist meist auf dem Halsband oder der Glocke eingraviert.

Aus welchem Material bestehen Winkekatzen?

Während die kultige Winkekatze früher ausschließlich aus Keramik hergestellt wurde, besteht sie mittlerweile vor allem aus Kunststoff. Grundsätzlich gibt es aber sehr viele Modelle, die sich im Hinblick auf den Preis und die Qualität stark voneinander unterscheiden. Beispielsweise gibt es die Winkekatze noch in Porzellan oder Ton.

Wie groß sind Winkekatzen?

Die Winkekatzen gibt es in den unterschiedlichsten Designs, Farben und Größen. Im Grunde gibt es kleinere Winkekatzen, die zwischen 9 und 20 cm groß sind, und größere Modelle zwischen 20 und 50 cm.

Welche Farbe hat welche Bedeutung?

Abgesehen von der Funktion des Glücksbringers, ist die Winkekatze für viele Menschen einfach nur rein dekorativ, bringt einen asiatischen Flair in das heimische Wohnzimmer und wird allein durch das auffällige Design schon zum Hingucker. Die unterschiedlichen Farben der Winkekatzen erfüllen allerdings nicht nur einen dekorativen Zweck, sondern haben eine tiefere Bedeutung. So soll die schwarze Winkekatze beispielsweise böse Dämonen verscheuchen. Eine weiße Winkekatze hingegen symbolisiert Reinheit und zieht das Gute an. Die goldene Maneki-neko soll bekanntlich Reichtum anziehen und die rote Farbe bringt Glück und vertreibt Unglück. Eine dreifarbige Winkekatze soll ganz besonders viel Glück bringen, während durch die Farbe grün für Gesundheit und Erfolg sorgen soll. Häufig findet man die kultige Winkekatze auch in der Farbe blau, die Träume erfüllen soll. Eine rosafarbene Winkekatze hat eine völlig andere Bedeutung und steht für Romantik und Liebe. Im Artikel zu Formen und Farben der Winkekatze haben wir das alles auch noch einmal grafisch aufbereitet.

Ziemlich verrückt, oder?

Die Winkekatze gibt es nicht nur aus Keramik, Porzellan oder Kunststoff. Nein, sie existiert sogar auf der nackten Haut und auf Klamotten. Denn: Winkekatzen gibt es als Tattoos, werden auf T-Shirts gedruckt und sind beliebte Motive für Kaffeebecher, Geldbörsen oder Anhängern. Und das ist noch längst nicht alles. Mittlerweile gibt es sogar Ringe, Stempel, Taschen, PopUp Karten und Kurzgeschichten mit Winkekatzen. Wer also ein echter Fan des Motivs ist, findet reichlich Material im Internet. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.


Winkekatzen Emoticons

18. January 2016 von LuckyCat

Maneki Nekos sind in Asien fast überall zu finden. Sie sind in Geschäften genauso anzutreffen, wie in privaten Häusern. Da ist es kaum verwunderlich, dass es die kleinen Glückskatzen ebenfalls in die virtuelle Welt geschafft haben.

Emoticons in Katzenform sind der letzte Schrei. Dabei ist zu beachten, dass sich die asiatische Schreibweise bzw. Lesart der Emoticons grundlegend von der westlichen unterscheidet. Während europäische Emoticons oder Smileys auf den Mund fokussieren (wie bei 🙂 oder 😀 ), zeigen asiatische Smileys die jeweilige Stimmung mittels der Augen an: ^.^ oder =.= Das ist ebenfalls bei dem Erfinden von Maneki Neko Emoticons wichtig. Weitere katzenhafte Attribute, wie Schnurrhaare, Nase oder Schwanz, können je nach Geschmack oder Detailliebe hinzugefügt werden. Natürlich darf bei einer echten Maneki Neko die winkende Pfote nicht fehlen. Grundsätzlich gilt, dass es bei der Erstellung von Emoticons keine Grenzen gibt. Und mit etwas Fantasie kann man viele schöne Winkekatzen Smileys gestalten.

Hier ein paar Vorschläge:

(^・^)ω

Diese Winkekatze ist quasi ein Prototyp. Ausgestattet mit einem rundlichen Gesicht, einem Näschen, fröhlichen Augen und einer winkenden Pfote ist sie deutlich als Maneki Neko zu erkennen. Mit zwei = bekommt die Katze zusätzlich noch ein paar Schnurrhaare.

(=^・^=)ω

Die winkende Pfote kann je nach Geschmack und Vorliebe natürlich die Seite wechseln oder weggelassen werden, sodass man ein „normales“ Kätzchen erhält.

Wie bei anderen Emoticons auch, können die Winkekatzen auch verschiedene Gefühle ausdrücken, je nach Art der Augen. Die Nase kann natürlich auch variieren.

චᆽච

ಠ ˑ̫ ಠ

ლ(ↀωↀ)

Wem die rudimentäre Winkekatze, bestehend aus Augen, Nase und Mund, nicht reicht, der kann auch die komplette Winkekatze als Emoticon darstellen. Ganze Winkekatzen kann man beispielsweise so darstellen:

ॢ₍⸍⸌̣ʷ̣̫⸍̣⸌₎

₍⸍⸌̣ʷ̣̫⸍̣⸌₎ค

~(=^‥^)ノ

(•.•ฅ)

Wir wünschen viel Spaß beim Posten und selber Erfinden! (=^・^=)ω


Zu Halloween/Karneval als Winkekatze gehen? Das geht!

5. October 2015 von LuckyCat

Halloween rückt immer näher. Wie wäre es einmal mit einem ausgefallenen Kostüm? Die Winkekatze macht auch hier eine tolle Figur.

Halloweenkostüme

Halloween setzt sich als Trend mehr und mehr durch und fast überall gibt es extra Halloween-Partys oder Feiern im privaten Rahmen. Das verkleiden gehört dazu. Dabei müssen das nicht immer gruselige Kostüme sein, Hauptsache ist, dass man sich verkleidet. Dem Ideenreichtum sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt, maximal das eigene Bastelgeschick kann einem ein Schnippchen schlagen. Aber für die verschiedenen Geschicklichkeitsgrade gibt es verschiedene Kostümideen, ganz im Winkekatzen-Stil.

Winkekatzenkostüm für Anfänger

Wer beim Basteln oder Nähen nicht so geschickt oder erfahren ist, kann sich sein eigenes Winkekatzenkostüm ganz einfach zusammenstellen. Dazu kann man sich eine Winkekatze als Vorbild nehmen und sie kopieren. Beispielsweise kann man sich aus einer schwarzen Leggins, einem schwarzen langärmeligen Shirt und einem roten Schal schon einmal das Grundgerüst basteln. Dazu noch goldene Fingernägel, wer offene Schuhe trägt, natürlich auch goldene Fußnägel. Wahlweise kann man die Münze mit Goldfarbe auf das schwarze T-Shirt malen oder man bastelt einen Anhänger aus Pappe, den man an das Halsband (also in diesem Fall den Schal) hängt. Dazu noch ein Haarreif mit Katzenohren (den kann man fertig kaufen oder bastelt ihn mit etwas Stoff, Füllmaterial und einer Heißklebepistole einfach selber) und natürlich ein paar aufgemalte Schnurrhaare. Schon ist das Winkekatzenkostüm fertig.

Winkekatzenkostüm für Fortgeschrittene

Winkekatze zum selbermachen Wer sich im Basteln und Nähen bewandert fühlt, dem sind bei der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Als „Grundgerüst“ kann man einen großen, schlabberigen Kapuzenpulli nehmen (der sollte bis zum Knie gehen) und diesen Unten raffen und mit Füllmaterial füllen, sodass eine pummelige Winkekatze entsteht. Dabei sollte man aufpassen, Winkekatze zum selbermachen zwei dass das Füllmaterial nicht herausrutscht, bzw. eine Lage Stoff einarbeiten, die das Material hält. Aus Fausthandschuhen kann man sich dann Tatzen formen. Dazu Krallen aus Stoff ausschneiden (ggf. einfärben) und außen auf die Handschuhe nähen oder kleben. Die Kette und der Anhänger können wie im Kostüm für Anfänger aus einem Schal und einem Pappschild gebastelt, oder direkt auf das Kostüm gemalt werden. Auf die Kapuze werden drei Stücke Stoff geklebt, die so die Augen der Katze darstellen (einen schwarzen als Grundform, darauf einen gelben oder grünen, je nach Augenfarbe, plus einen weiteren schwarzen als Pupille). Für mehr Glanz sorgt ein kleiner weißer Winkekatze zum selbermachen drei Punkt auf der Pupille. Dazu noch zwei Dreiecke mit etwas Füllmaterial als Ohren annähen. Für die Füße kann man sich Stulpen basteln, die man über die Schuhe zieht. Dazu ein Stück Stoff zusammennähen und raffen, sodass man es über die Beine ziehen kann. Am Ende eine weitere, sichelförmige Lage Stoff anbringen, die die Pfote darstellt und waagerecht auf dem Fuß ist. Die beiden Stücke vernähen und Krallen auf die Pfoten aufnähen oder -malen. Am Besten schminkt man sich das Winkekatze zum selbermachen zweikomplette Gesicht in der Farbe des Katzenkostüms und malt sich Schnurrhaare und eine rosa Katzennase. Wenn man sich die Kapuze in das Gesicht zieht, hat man die typischen Katzenaugen.

Natürlich variiert der Detailreichtum der Kostüme mit dem handwerklichen Geschick eines jeden Bastlers. Aber auch für nicht so begabte Hände ist die Idee eines Winkekatzenkostüms ideal: Man kann jedes fertige Katzenkostüm mit ein paar Accessoires im Handumdrehen in ein originelles Winkekatzenkostüm verwandeln. Und das ganz ohne Heißklebepistole. Aber nicht vergessen: Immer schön winken!


Winkende Katze

10. August 2015 von LuckyCat

Die winkende Katze ist im asiatischen Raum ein sehr verbreiteter und beliebter Glücksbringer. Dem Besitzer soll die winkende Katze Glück und Wohlstand bereiten und daher findet die Katze in vielen Ladengeschäften oder Wohnungen ihren Platz.

Formen, Farben und Materialien der Winkekatze
Die winkende Katze wird in vielen verschiedenen Maneki Neko Formen und Farben angeboten, so ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch existieren die winkenden Katzen in zahlreichen Materialien, so erhalten Sie die Katzen in Keramik, Ton, Porzellan oder Kunststoff. Die üblichste Form ist die Katze mit einem linkenden winkenden Arm. Durch die hohe Verbreitung in den asiatischen Ländern findet die winkende Katze immer mehr Einzug auch in europäischen Ländern und ist daher auch oft in deutschen Haushalten zu finden. Die Katze können Sie meistens in asiatischen Läden finden, jedoch können Sie diese natürlich auch über das Internet beziehen.

Die Bedeutung der winkenden Glückskatze
Viele Menschen deuten das Winken als eine verabschiedende Geste, jedoch bedeutet das Winken der Winkekatze genau das Gegenteil nämlich das Heranwinken eines Menschen. So soll der winkende Arm in Geschäften die Kunden in den Laden winken und zum Kauf annimieren. Der erhobene Arm soll hingegen Reichtum, Wohlstand und für viel Glück sorgen.

Farben der Maneki Neko
Aber auch die Farbe der winkenden Katze hat verschiedene Bedeutungen. Eine rote Katze steht meistens für Glück in der Liebe, die weiße für die Reinheit und die schwarze Katze schützt den Besitzer vor bösen Dieben. Zusätzlich tragen die meisten Katzen ein Tuch, eine Münze oder Halsband, dies soll als schöne Dekoration dienen.


Winkekatzen-Gimmicks bei DaWanda.de

3. August 2015 von LuckyCat

Die Winkekatze erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit und daher ist es nicht verwunderlich, dass es mittlerweile eine große Vielfalt an tollen Winkekatzen-Artikeln im Netz gibt. Neben vielem tollen Schmuck, Taschen, Stoffen und Mustern, stellen wir einige Stücke vor, die uns besonders ins Auge gestochen sind. Wir haben hier unsere Top 5 bei DaWanda.de zusammengestellt.

Platz 5: Glückskatze Ring

Dieser Winkekatze-Ring überzeugt auf Grund seines Designs. Es ist kein flacher Ring, wie die meisten, sondern die Winkekatze fungiert als Stein, der auf dem Finger thront. Sie kann zum Träger gewandt oder zum Gegenüber gewandt sitzen. Sie ist mit ihrem ovalen Körper und verschmitzten Grinsen ein wahrer Blickfang, nicht nur für Winkekatzenliebhaber!

Platz 4: Winkekatze Stempel

Winkekatze Popup Karte Der Winkekatze-Stempel ist ideal zum Verzieren von allerlei Dingen: Briefe, Unterlagen, Karten, aber auch Stoffe oder Möbel. Dafür einfach ein Stempelkissen nehmen oder eins selber basteln und dann mit Stofffarbe oder Holzlack befüllen und dann sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Toll auch für größere (und natürlich ganz große) Kinder zum Ausmalen. Unser Tipp: Ein kleines Holzkästchen kaufen oder basteln, schleifen und grundieren, dann mit dem Stempel ein Muster herstellen und die einzelnen Winkekatzen per Hand verzieren, egal ob jede anders oder alle gleich. Garantiert ein Unikat und ein ganz tolles, persönliches Geschenk!

Platz 3: Winkekatze PopUp Karte

Winkekatze Popup Karte Eine kunstvolle Winkekatzenvariante! Diese tolle Pop-Up-Karte zeigt beim Aufklappen eine japanische Winkekatze. Besonders faszinierend: Die Katze ist aus einem Blatt entstanden, nur durch Falten und kleine Schnitte. Sie ist quasi Instant-Origami. Wer sich traut, kann sich ja selber an solchen Pop-Up-Cards versuchen. Tutorials gibt’s bei youtube.com.

Platz 2: Winkekatzen Katzentasche

Zusammen was zusammen gehört! Diese Winkekatze-Tasche vereint die Leidenschaft für Lucky Cats mit der für die eigene Samtpfote. Die Tasche wird um die Transportbox herumgewickelt und bietet dann einen größeren Tragekomfort dank des Schulterriemens. Außerdem dunkelt die Tasche die Box etwas ab, was nervöse Katzen beruhigt. Für genügend Luft ist natürlich vorne und oben gesorgt. So kommt der kleine Vierbeiner entspannt und glücklich an seinem Ziel an.

Platz 1: Maneki-neko Tattoo

Winkekatze Popup Karte Liebe, die unter die Haut geht – zumindest fast. Das temporäre Winkekatze-Tattoo kann man ganz einfach aufkleben und es geht von alleine wieder ab. Eine wirklich originelle Art die Winkekatze am Körper zu tragen. Unser Favorit der ungewöhnlichsten Winkekatzen- Artikel. Das Einmal-Tattoo eignet sich ideal für Partys und Events. Und wer weiß, vielleicht dient es ja als Vorlage für ein richtiges Tattoo als Hommage an die Winkekatze.


Chris Marker – Künstler und Katzenfreund

18. November 2014 von LuckyCat

Wer war Chris Marker? Autor, Aktivist, Filmemacher, Fotograf, Kritiker, Medienkünstler, Poet, Publizist, Reisender.

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So wurden seine umfangreichen Tätigkeiten in Zürich zusammengefasst.Dort widmete ihm das Museum für Gestaltung eine eigene Ausstellung mit dem Titel „Abschied vom Kino‟. Stets begleitete ihn auch noch eine besondere Eigenschaft: Er war großer Tierliebhaber.

Die Regisseurin und Schauspielerin Catherine Cadou sagt über ihn, dass er die Maneki Neko liebte, diese liebenswürdigen Katzen, die Passanten dazu einladen, einen unbekannten Ort zu betreten. Sie ist sich sogar sicher, dass er nach seinem Tod in einer Maneki Neko wiedergeboren wurde, um über uns alle zu wachen.

Im Jahre 1921 wurde Christian-Francois Bouche-Vielleneuve (kurz: Chris Marker) in Frankreich geboren, studierte später Philosophie bei keinem Geringeren als Jean-Paul Sartre und engagierte sich während des Zweiten Weltkriegs bei der Résistance. Anschließend betätigte er sich bis zu seinem Tode 2012 vor allem als Schriftsteller, Fotograf und Dokumentarfilmer. Sein Kurzfilm “La jetée – Am Rande des Rollfelds” von 1962 diente dreißig Jahre später als Vorlage für den Science-Fiction-Kracher “Twelve Monkeys”, welcher Bruce Willis einen Karrieresprung und Brad Pitt eine Oscar-Nominierung einbrachte.

Der Winkekatze widmete er sich vor allem in dem hoch gelobten Essayfilm “Sans Soleil – Unsichtbare Sonne” von 1983, der eine Art Meditation über die Natur menschlicher Erinnerung darstellt und aus einer wilden Vermischung von Gedanken und Bildern einer Reise des Protagonisten besteht. Eine charakteristische Szene ist die Beschreibung des Gotoku-Ji Tempel in Tokyo, der sich in einem abgelegenen, grünen Stadtteil befindet und hunderte kleine Maneki Neko als hinterlassene Opfergaben enthält. “In einer Kaskade von Bildern, auf einem Trip durch das moderne Japan, aber auch mit Exkursionen nach Guinea-Bissau oder Island, San Francisco oder Paris, misst dieser Film das Terrain des menschlichen Gehirns aus.”, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Dieser “kreative Wahnsinn” sei sogar ein Wendepunkt des modernen Kinos. Einen prominenteren Platz in der Geschichte kann man sich als Winkekatze kaum wünschen.


Nekogami – Die Katzengötter

2. September 2014 von LuckyCat

Maneki Nekos sind nicht die einzigen berühmten Katzen aus der japanischen Kultur. Neben den winkenden Glücksbringern ist auch eine ähnliche Gestalt überliefert: Die Nekogami, Katzengötter, verehrt durch zahlreiche Schreine und Grabstätten in der Präfektur Miyagi.

Nekogami ist japanisch und bedeutet übersetzt „Katzengott“. Der Begriff steht seit fast einem halben Jahrtausend für als Gottheiten verehrte Katzen. Der Brauch stammt aus dem Shintoismus, der uralten japanischen Religion neben dem bekannten Buddhismus.

In der Umgebung der Shinto-Schreine werden in der Shinto-Religion die Kami angebetet, Gottheiten, die in Gestalt von Menschen, Tieren, Gegenständen oder sogar noch fantastischeren Formen auftreten. Auch hierzulande wohl bekannt durch Film und Fernsehen dürften die “torii” sein, die als riesige Tore aus zwei hohen Grundpfeilern mit zwei geschwungenen Querbalken bestehen. Das durchaus ehrbare Ziel in der Religion ist stets, in ausgeglichener Harmonie mit der Umwelt zu leben. Die Kami sind zwar Vorbilder und weiterentwickelt, jedoch nicht gänzlich unfehlbar, das macht sich noch sympathischer.

Während der sogenannten Edo-Zeit (1603 bis 1868) wurden die Katzen als Gottheiten (Kami) deklariert, in der Vorstellung, dass sie die Nahrungsvorräte der Menschen als Freund und Helfer schützten. Edo war die damalige Bezeichnung von Tokio, der heutigen Millionenmetropole mit Sitz der japanischen Regierung. Heute gelten die Nekogami vor allem als Schutzgötter für die eigenen Hauskatzen, sowohl im hiesigen Leben als auch im Jenseits. Um die geliebte eigene Katze vor Unheil und vor Krankheiten zu schützen, sind sogar Opfergaben üblich (für die Gunst der Gottheiten).

Unsere bekannte Maneki-Neko, die Winkekatze, zählt jedoch nicht zu den Nekogami, sie ist und bleibt der ewige Glücksbringer.


Japans größtes Winkekatzen Museum

6. June 2014 von LuckyCat

Mitten auf der japanischen Insel kann man im Manekineko-Museum über 1000 Winkekatzen bestaunen und erhält einen Einblick in die Geschichte des kleinen spitzohrigen Glücksgottes.

China designSeto-shi (oder einfach „Seto“) ist eine kleine Stadt in Japan, die sich vor allem durch zwei uralte asiatische Traditionen auszeichnet, die untrennbar miteinander verbunden sind: Töpferei und Manekineko. Genau in der Mitte zwischen Osaka und Tokio wohnen die 130.000 Einwohner von Seto, in der Präfektur Aichi auf Honshu, der Hauptinsel Japans. Das ist leider mehr als nur einen (Winke)Katzensprung entfernt, doch wer auf Rundreise in Asien ist und sich einen echten Winkekatzenfan nennt, der sollte unbedingt im Manekineko-Museum vorbeischauen.

Das Winkekatzen Museum ist das größte seiner Art in ganz Japan und beherbergt ständig eine Ausstellung mit tausenden Winkekatzen in allen Farben und Formen. Vor Ort kann man nicht nur verschiedenste Keramikwerke bestaunen und frisch gebrühten japanischen Entspannungstee in passendem Winkekatzengeschirr zu sich nehmen, sondern auch direkt beim Bemalvorgang den Künstlern über die Schulter schauen. Denn ohne die geübten Pinselstriche würden die Winkekatzen niemals derart zum Leben erweckt werden und uns Glück bescheren.

In den Räumlichkeiten steht vor allem die private Kollektion des Katzenliebhaber-Ehepaares Kanji Bando und Chihiro Arakawa, die 2005 diesen besonderen Ort gewählt haben, da Seto bereits seit den Neunzigerjahren ein regelmäßiges Winkekatzen Glücksfestival ausrichtet und seit jeher eine der wichtigsten Produktionsstätten der beliebten Figuren ist.

Das Museum hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Ausser Dienstags), der Eintritt kostet 300 ¥ (also etwas über 2 Euro).


Sci-Fi Kurzgeschichte „Maneki Neko“

25. April 2014 von LuckyCat

Sterling Winkekatze Der US-amerikanische Schriftsteller Bruce Sterling hat sich in seiner Kurzgeschichte die Winkekatze als glückbringendes Leitmotiv ausgesucht.

Sterling gilt als Mitbegründer des Cyberpunk, jener düsteren Stilrichtung des Science-Fiction-Genres, in dem große Konzerne statt Regierungen die Staaten beherrschen, in der Mensch und Maschine mehr und mehr miteinander verbunden sind. In den Neunzigerjahren schuf der Hugo-Award-Gewinner die Kurzgeschichtensammlung „A Good Old-Fashioned Future“. Die erste Geschichte betitelt der Schriftsteller vielsagend mit „Manaki Neko“, dem japanischen Begriff für Winkekatze! Sie ist komplett in englischer Sprache beim lightspeedmagazine nachzulesen.

Er beschreibt eine Zukunftsversion Tokyos, in der das sogenannte „Netzwerk“, eine vermutlich von Computerprogrammen geführte omnipräsente und geheime Organisation, das Leben der Menschen gravierend durch eine Art Schenkökonomie bestimmt. Jedes Mitglied trägt permanent das „Pokkecon“ mit sich herum: ein weiterentwickeltes Smartphone, das sogar Simultandolmetschen erlaubt. Dieser portable Computer meldet sich von Zeit zu Zeit beim Benutzer mit leichten Aufgaben wie dem Transport und der Weitergabe von kleinen Gegenständen. Solange man die Aufträge erfüllt, bleibt man selbst Teil des Systems, der „Kultur des Schenkens“ und erhält ebenfalls Gegenleistungen wie Essenspakete oder den Tipp für eine preiswerte Wohnung. Zur Wiedererkennung benutzen die Mitglieder – was könnte sich auch besser eignen? – speziell einstudierte Handgesten der Winkekatze, dem Symbol für Glück und Geschenk.

Der Protagonist Tsuyoshi Shimizu, der seine schwangere Ehefrau durchs „Netzwerk“ gefunden hat, erhält in „Maneki Neko“ den scheinbar simplen Auftrag, eine Keramik Winkekatze zu überbringen. Doch die Empfängerin entpuppt sich als Cyber-Polizistin, die ihn (als Teil des Netzwerks) bezichtigt, ein Gangster und Steuerbetrüger zu sein durch seine Beteiligung am florierenden, jedoch illegalen System der Geschenk-Transaktionen, das jegliche staatliche Reglementierungen umgeht. Selbst in Handschellen vertraut Tsuyoshi noch auf das Netzwerk: „Womöglich ist meine Wirtschaft besser als ihre Wirtschaft. Weil wir einfach glücklicher sind.“ Was könnte daran falsch sein?


Anti-Atomkraft Aktion No More Nukes Bye-Bye Neko

12. April 2013 von LuckyCat

Der Medien-Künstler Christian Graupner hat gemeinsam mit Partnern am 10. und 11. März 2013 eine Installation mit weltweiter Beteiligung arrangiert: “The Transpacific NMN ByeBye Waving”. NMN steht dabei für No More Nukes.

Bye Bye Nukes Im Rahmen dieser No More Nukes-Aktion wurden in Sichtweite dreier Atomkraftwerke in Kalifornien, Taiwan und Japan so wie an anderen Orten zeitgleich modifizierte solarbetriebene Winkekatzen aufgestellt. Dabei hat der Künstler die ursprüngliche Bedeutung der Winkekatze als winkender Glücksbringer durch eine bauliche Modifikation verändert: Der um 90° gedrehte winkende Arm eine solarbetriebenen Winkekatze hält mit ausgefahrenen Krallen ein (Anti)Atomkraftzeichen.

Winkekatze NMN Projekt Die auch mit “Bye-Bye Nukes” bezeichnete Aktion fand am 10. und 11. März 2013 in der Nähe des Atomkraftwerks SAn Onofre südlich von Los Angelos und zeitgleich nahe des AKW Nr. 4 bei Taipeh sowie in der Mongolei in Ulaambaatar statt.

Das Berliner Künstlerteam um Christian Graupner erhielt Unterstützung aus verschiedenen Ländern und Genres. In Der Mongolei wurden sogar Fernsehteams eingeladen, um die Aktion vor dem dortigen Beatles Denkmal zu begleiten. Die japanische Sound-Künstlerin Mieko Suzuki nimmt die NMN Katze mit auf ihre Tour, die sie durch Japan und Australien führt. In Taiwan steuern anonyme Midglieder der Aktivisten-Gruppe Civil 99 das Event. Alle beitragenden Künstler und Aktivisten waren aufgerufen, eigene Ideen und Inhalte in das Projekt einzubringen.

Winkekatze NMN Installation Video

Das Projekt kann durch Patenschaften oder auch durch den Kauf einer Bye Bye Nuke Winkekatze unterstützt werden.

PS Über einen anderen Objet Trouvé (Wikipedia) Ansatz, bei der die ursprüngliche Bedeutung der Winkekatze durch ein bauliches/gestalterisches Umdesign verändert wird, hatten wir im Rahmen der Maneki Neko als Doom Cat berichtet.


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