Bakeneko: Das Gegenstück zur Winkekatze

07.11.2017 von LuckyCat

Katzengestalten spielen eine große Rolle in der asiatischen Kultur und so ist neben der Maneki-neko auch die Bakeneko Teil des japanischen Glaubens. Ihr Name bedeutet übersetzt Monsterkatze oder Katzenmonster und sie ist ein bösartiger Katzendämon. Im Gegensatz zur Maneki-neko bringt sie Unglück und steht für alles Schlechte.

Die Bakeneko hat zwar eine Katzengestalt, ist aber größer als ein Hund. Die Verwandlung soll hervorgerufen werden, wenn Hauskatzen ein sehr hohes Alter erreichen oder besonders fettleibig sind. Nach der Verwandlung ernähren sie sich bevorzugt von Menschenfleisch und nehmen Jagd auf ihre Hausbewohner. Gelingt ihnen der Mord, können sie den Toten für eine gewisse Zeit fernsteuern und für ihre Verbrechen benutzen oder seine Gestalt annehmen.

Um die Bakeneko ranken zahlreiche Geschichten und Mythen wie die von Tasaku Genbei, seiner Mutter und deren Hauskatze: Die Verwandlung der Hauskatze wird in der Geschichte erst nach einigen Tag bemerkt, die Mutter wird tot aufgefunden und der Zusammenhang ist offensichtlich. Da Motiv der Bakeneko wird aufgrund ihrer Grausamkeit auch in Horrorfilmen und im traditionellen Kabuki- und Bunraku-Theater aufgegriffen. In Letzterem wird sie vorrangig in weiblicher Form dargestellt.

Im Gegensatz zur Maneki-neko ist die Bakeneko hauptsächlich als bösartiges Motiv bekannt und wird nicht als Skulptur dargestellt und verkauft. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass die Bakeneko in unseren Kulturkreisen weniger bekannt ist. Niemand will sich freiwillig Unglück ins Haus holen und beschäftigt sich lieber mit den sympathischeren Winkekatzen.

Weitere bösartige Katzendämonen des japanischen Glaubens sind zum Beispiel die Kasha oder Nekomata, die ebenfalls ein Gegenstück zur Maneki-neko sind. Die Maneki-neko sticht mit ihrer Glücksbringer-Rolle heraus und gewiss trägt auch diese Unverwechselbarkeit zu ihrer Popularität bei.

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