Japanese Bobtail: Vorbild der Winkekatze

01.05.2017 von LuckyCat

Maneki-nekos erkennt man nicht nur am winkenden Arm, sondern auch an ihrem speziellen Aussehen. Wo hat dieses Aussehen aber seinen Ursprung? Da Maneki-nekos vor allem in Japan, China, Taiwan und Thailand beliebt sind, ist es nicht verwunderlich, dass eine asiatische Katzenrasse das Vorbild der Winkekatzen ist.

Konkret ist ihr Aussehen der japanischen Rasse Japanese Bobtail nachempfunden. Im Japanischen sind die Katzen als Kazoku-neko bekannt. Dieser Name bedeutet übersetzt „Familienkatze“ und passt gut zum freundlichen Charakter der Japanese Bobtail. Sie verstehen sich gut mit ihren Artgenossen, sind aber auch menschenbezogen und integrieren sich gut in die Familie. Dieser Aspekt lässt sich auf die Winkekatze übertragen, denn im privaten Bereich soll die Maneki-neko der ganzen Familie Geld und Wohlstand bringen.

Die Japanese Bobtail ist eine mittelgroße Kurzhaarkatze, die ein Gewicht zwischen zwei und fünf Kilogramm erreicht. Sie hat einen hoppelnden Gang, der an ein Kaninchen erinnert. Ihre Fellfarbe kann verschiedene Farbausprägungen haben, möglich sind auch zwei oder drei verschiedene Fellfarben.

Die dreifarbige Zuchtform ist besonders hochgeschätzt und wird Mike-Neko (übersetzt: Drei-Fell-Katze) genannt. Bereits diese Betitelung erinnert sehr an den japanischen Namen der Winkekatze, Maneki-neko. Weiterhin passt auch die Dreifarbigkeit gut zu den Winkekatzen, denn auch Maneki-nekos zeichnen sich durch ihre vielen Farben aus.

Ein prägnantes Merkmal der Japanese Bobtail sind die markanten und aufrechtstehenden Ohren. Am auffälligsten ist jedoch ihr kurzer Stummelschwanz. Beides sind auch Merkmale der Winkekatze, die als Glücksbringer gilt. Allgemein gelten alle Katzen mit Stummelschwänzen in den asiatischen Ländern als Glücksbringer.

Sowie sich um die Maneki-neko zahlreiche Mythen ranken, gibt es auch zur Entstehung der Japanese Bobtail eine Legende. Angeblich fing eine Katze mit ihrem Schwanz Feuer und lief daraufhin panisch durch die Stadt. Sie setzte zahlreiche Häuser in Flammen und sorgte für großes Unglück. Daraufhin gab es eine kaiserliche Anordnung, dass die Schwänze aller Katzen entfernt werden sollten.

Dass die Legende eher fragwürdig ist, liegt auf der Hand. Wahrscheinlicher ist, dass die Katzen mit dem Stummelschwanz gezielt gezüchtet wurden, erwähnt werden sie etwa ab dem 17. Jahrhundert. Angeblich sollen sie jedoch bereits vor 1000 Jahren in China gelebt haben. Ob der kurze Schwanz also allein durch Zucht entstanden ist, bleibt unklar.

Klar ist jedoch, dass sie das Vorbild der Maneki-neko sind und wir ihnen das einzigartige Aussehen der Winkekatzen zu verdanken haben. Doch nicht nur das. Die Japanese Bobtail war auch das Vorbild für die Hello Kitty Katze oder das Pokémon Mauzi. All das macht deutlich, wie groß die Bedeutung der Stummelschwanz-Katzen in der asiatischen Kultur ist. Das gleiche gilt für die Maneki-neko.

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