Nekogami – Die Katzengötter

02.09.2014 von LuckyCat

Maneki Nekos sind nicht die einzigen berühmten Katzen aus der japanischen Kultur. Neben den winkenden Glücksbringern ist auch eine ähnliche Gestalt überliefert: Die Nekogami, Katzengötter, verehrt durch zahlreiche Schreine und Grabstätten in der Präfektur Miyagi.

Nekogami ist japanisch und bedeutet übersetzt „Katzengott“. Der Begriff steht seit fast einem halben Jahrtausend für als Gottheiten verehrte Katzen. Der Brauch stammt aus dem Shintoismus, der uralten japanischen Religion neben dem bekannten Buddhismus.

In der Umgebung der Shinto-Schreine werden in der Shinto-Religion die Kami angebetet, Gottheiten, die in Gestalt von Menschen, Tieren, Gegenständen oder sogar noch fantastischeren Formen auftreten. Auch hierzulande wohl bekannt durch Film und Fernsehen dürften die “torii” sein, die als riesige Tore aus zwei hohen Grundpfeilern mit zwei geschwungenen Querbalken bestehen. Das durchaus ehrbare Ziel in der Religion ist stets, in ausgeglichener Harmonie mit der Umwelt zu leben. Die Kami sind zwar Vorbilder und weiterentwickelt, jedoch nicht gänzlich unfehlbar, das macht sich noch sympathischer.

Während der sogenannten Edo-Zeit (1603 bis 1868) wurden die Katzen als Gottheiten (Kami) deklariert, in der Vorstellung, dass sie die Nahrungsvorräte der Menschen als Freund und Helfer schützten. Edo war die damalige Bezeichnung von Tokio, der heutigen Millionenmetropole mit Sitz der japanischen Regierung. Heute gelten die Nekogami vor allem als Schutzgötter für die eigenen Hauskatzen, sowohl im hiesigen Leben als auch im Jenseits. Um die geliebte eigene Katze vor Unheil und vor Krankheiten zu schützen, sind sogar Opfergaben üblich (für die Gunst der Gottheiten).

Unsere bekannte Maneki-Neko, die Winkekatze, zählt jedoch nicht zu den Nekogami, sie ist und bleibt der ewige Glücksbringer.

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