Ursprung und Legenden der Winkekatze

3. October 2010 von LuckyCat

Wo kommt die Winkekatze her? Der englische Wikipedia-Eintrag zur Lucky Cat bringt es sofort auf den Punkt: Die Winkekatze findet ihren Ursprung in Japan, wo sie Maneki Neko (招き猫, wörtlich “(herbei)winkende Katze”) genannt wird. Allerdings kann die Entstehung der Winkekatze nicht eindeutig datiert werden. Die ersten Dokumente, in denen die Winkekatze Erwähnung findet, stammen aus den 1870er Jahren. Einer Anzeige vom Beginn des 19. Jahrhunderts wird der Beginn der Vermarktung von Winkekatzen zugeschrieben. Wir können davon ausgehen, daß die Winkekatzen seit etwa 100 Jahren populär sind.

Und so, wie sich der historische Ursprung nur ungefähr bestimmen lässt, gibt es folgerichtig auch Unschärfen bzgl. der Entstehungsgeschichte. Verschiedene Legenden ranken sich um den Ursprung der Winkekatze und keiner weiß, ob eine oder vielleicht sogar alle wahr sind. Denn Erfindungen, und nichts anderes als eine menschliche Erfindung ist die Winkekatze, entstehen selten nur zu einem Zeitpunkt und nur an einem Ort. Die Legenden in aller Kürze:

  • Tempel: Reicher Lord sucht während Unwetter Schutz unter einem Baum. Baum steht nahe des ärmlichen Gotoku-ji Tempels. Katze des Tempelpriesters winkt Lord zum Tempel. Lord folgt der Katze. Einen Moment später schlägt Blitz in Baum ein. Lucky Lord freundet sich mit Tempelpriester an. Tempel wird reich und glücklich. Katze stirbt und zu ihren Ehren wird eine Maneki Neko geschaffen.
  • Kurtisane: Die Kurtisane Usugumo lebt mit ihrer geliebten Katze in Yoshiwara, östliches Tokio. Eines Nachts beginnt Katze ohne Unterlaß am Kimono der Kurtisanen zu ziehen. Katze hört nicht auf. Bordellbesitzer hält Katze für verflucht und schlägt ihr den Kopf ab. Kopf fliegt an die Decke und erschlägt eine dort lauernde Schlange. Usugumo ist unglücklich. Ein Freier schenkt ihr ein hölzernes Abbild ihrer Katze, um sie aufzuheitern. Dieses Abbild wurde als Maneki Neko bekannt.
  • Alte Frau: Eine alte, sehr arme Frau aus Imado muß ihre Katze verkaufen. Kurz danach erscheint ihr die Katze im Traum. Katze sagt, daß sie Katzen aus Ton herstellen soll. Die alte Frau legt los und verkauft die erste Winkekatze aus Ton. Es folgen weitere. Die Frau wird fortan mit Maneki Nekos reich und glücklich.

Übrigens: Der Gotoku-ji ist heute der grösste Tempel in der Umgebung des Gotoku-ji-Bahnhofs. Er hat mehrere Nebengebäude und eine eigene dreistöckige Pagode. Wie an jedem Tempel können Besucher eine Ema (絵馬), das sind kleine, hölzerne Täfelchen auf die man seine Wünsche an die Geister und Götter schreiben kann, hinterlassen. Passend zur ersten Legende befindet sich eine Winkekatze auf der Rückseite.


Die ganze Welt der Winkekatzen!

23. September 2010 von LuckyCat

Winkekatze in BronzeAuf dieser Seite finden Sie alles Wissenswerte rund um die Winkekatze
Was bedeutet die Winkekatze? Welche Geschichten, Mythen und Legenden ranken sich um die Winkekatzen? Wo liegt der Ursprung der Winkekatze? Im japanischen werden die Winkekatzen als Maneki Neko (dt. winkende Katze) bezeichnet. Aber was haben die Japaner damit zu tun? Soll nicht ein chinesisches Sprichwort den Winkekatzen ihren Namen gegeben haben? Warum winkt die Lucky Cat oder Glückskatze? Und winken Sie immer mit der linken oder auch mal mit der rechten Hand? Was halten die Winkekatzen in ihrer (anderen) Hand? Wer kauft sich eine Winkekatze? Und wo kann man die Maneki Nekos überhaupt kaufen? Wie heißen sie auf Englisch (schon verraten, sie heißen Lucky Cat:-)? Haben die Formen und Farben eine besondere Bedeutung? Und bringen die Maneki Nekos auch Glück, wenn sie weder in Gold noch in Silber bemalt sind? Kurzum: Wir berichten über die ganze Welt der Winkekatzen!


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